10
Oct

82 | 2018: a Karlsruhe Odyssey

In dem dreistöckigen Haus am Krokusweg hat sich seit meiner Ankunft am Freitag kaum etwas bewegt. Zu dem Paket von Hello Fresh, inzwischen wohl Good Bye Welk, hatte sich am Samstag noch ein Luftbrief gesellt. Die Crocs im Zweiten liegen noch immer in derselben Konstellation, in der wir sie zurückgelassen hatten, um zu schauen, ob sich in dem dreistöckigen Haus am Krokusweg etwas bewegen würde. Hinter der Tür riecht es nach toter Oma. 9 Duft-Teelichter (Apfel-Zimt) mit einer addierten Brenndauer von 36 Stunden sind machtlos. Jerome studiert jetzt an der KIT. Ich nicht. Aber nach Karlsruhe bin ich trotzdem mitgekommen.

01
Oct

81 | Mischtonträger X

Im lila T-Shirt trete ich aus meiner Privatwolke. Komplett high vom Tanz in den Sternen. Ich weiß nur eins, Selbstkontrolle ist gut, aber Vertrauen ist der Schlüssel. Beobachte eine doppelte Astralbewegung, verursacht durch bitterböse Waldmagie von Gestern. Sie erschüttert unsere gemeinschaftliche Einheit bis in die Grundfesten. Doch das Ziel ist fast erreicht. Noch 78 bis Stanley Bay. Dann lassen wir das gottverdammte Dada auf die Modelle am Kraftwerk los. Ich ziehe mein magisches Schwert aus der Unendlichkeit hinaus, kurz bevor wir das Schlachtfeld erreichen. Sind zwar uneingeladen aber wir schaffen das trotzdem. In meiner Hand ein Umschlag, adressiert an Zorbas, den Griechen. Noch 33 bis zu Gott. Es regnet Alienkugeln vom Himmel. Ihre neuen Kommandanten scheinen uns zu kennen. Sie sind hoch oben, reinigen vor dem anstehenden Kampf ihre Seelen im Ritual. Pilzwolken erblühen am Horizont. Mich motiviert nur noch der Luxus, als wir endlich ankommen. Ich spüre den Voodoo in meinem Blut, fühle mich gut, ganz inklusive. Die alten Editoren sind tot. Starben im massiven Angriff. Ich rufe endlich an. Und du. Bitte. Bitte Geh ran.

26
Sep

80 | Wach mit Streichholzkindern

Der Film beginnt mit Masturbation. Weiblicher Masturbation. Wären wir in den 80ern, hätten wir hier einen handfesten Skandal im Sperrbezirk. Wir sind aber in den modernen Zeiten. Die ja eigentlich schon mit Charlie Chaplin anfingen, aber manche Dinge brauchen Zeit - Hefeteig zum Beispiel. Carlotta filmt und masturbiert. Filmt sich beim Masturbieren. Kommt tonlos. Ausdruckslos. Dazwischen schnell geschnittene Videoschnipsel in 4 zu 3. Es wird artsy. C. spürt nichts mehr. Nicht einmal den eigenen Orgasmus. Aber sie will doch fühlen! Angst haben, um zu wissen, dass sie lebt. Wach bleiben, um zu wissen, dass es das noch gibt. Das high. Das pure Gefühl. Davon handelt Wach von Kim Frank. Eine kurze Charakterskizze der Generation Z. Einer Generation, wie zweite Geschwisterkinder. Alles schon gesehen, nichts schockiert noch.

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