09
Oct

1 | Absolventenausstellung an der HFBK

Die Hochschule für bildende Künste in Hamburg, kurz HFBK hat vor kurzem 250 jähriges Bestehen gefeiert.Ursprünglich wurde die HFBK von der Patriotischen Gesellschaft Hamburg 1767 als Gewerbeschule zur Verbesserung der Zeichenkunst gegründet. Im Rahmen der Festwoche zur Feier des Jubiläums stellten unter anderem auch über 130 Absolventen der Schule ihre Abschlussarbeiten vor. Ich hatte zwar nicht genug Zeit um mir Alles anzuschauen aber zumindest einige Eindrücke konnte ich gewinnen. Und die möchte ich mit dir teilen.

Das Gebäude der HFBK liegt zwischenden U-Bahn Haltestellen Mundsburg und Wartenau direkt am Kanal. Nurc irca 500 Meter weiter liegt an der Finkenau 42 direkt eine weitere Kunsthochschule. Das Innere des Gebäudes besteht aus weitläufigen Fluren behangen und bemalt mit Postern, Gesuchen und halbpolitischen Parolen. Ein sehr künstlerischer Gesamteindruck also. Jede der insgesamt 5 Etagen war einer Disziplin gewidmet: Bildhauerei, Malere iund Zeichnung, zeitbezogene Medien, Typografie und Fotografie sowie Design. Jeder Absolvent hatte einen eigenen Ausstellungsraum. Von Leinwänden an weißer Wand bis Rauminstallationen war alles dabei.

Sungeon Choi und Shira Lewis - Bildhauerei

Eins der faszinierensten Konzepte der ganzen Ausstellung. Brückenpfeiler aus verschiedenen Zeiten aus verschiedenen Materialien. Eine Installation die den antiken Begriff der Bildhauerei doch stark erweiterte.

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Industrielle Revolution - Ton, Metall

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Autobahnpfeiler - Holz, Silikon

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Antik - Beton, Verbundstoff

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Ordinär - MDF Holz, Beton

Jon Merz, Zeitbezogene Medien

Ein Raum voller Bildcollagen, die der Künstler in seinen Bildern referenziert. Das Folgende Bild hat mich stark fasziniert, warum lässt sich gar nicht so genau sagen. Sowohl die Wiederhohlung als auch die Komposition müssen damit wohl etwas zu tun haben. Aber auch, dass man gar nicht so genau feststellen kann mit welchem Medium der Künstler gearbeitet hat. Im Nachhinein war es wohl verdünnte Acrylfarbe.

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4 Äxte - Acryl auf Leinwand

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Bildcollagen als Referenzmaterial

Tilman Junghans, Lula MacDonald und Anika Schmidt, Bildhauerei

Eine weitere Installation die den Begriff der Bildhauerei stark erweitert. Diesmal gestrickte, zweifarbige Tierfelle. Hierzu möchte ich noch erwähnen dass die HFBK neben großen Ateliers auch viele Werkstätten hat. Übrigens stammt die Installation nur von einem der drei oben genannten Künstlern, wer genau der Urheber ist ließ sich leider nicht herausfinden.

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Installation aus gestrickten Stoffstücken

Diverse weitere Künstler – Bildhauerei, Malen, Zeichnen

Hier noch einige weitere Werke von verschiedenen Künstlern, die ich leider im Nachhinein nicht mehr identifizieren konnte. Mein persönlicher Favorit sind die Zigarettenhosen:

Die Zigarettenhose ist eine gerade und schmal geschnittene Stoffhose für Damen. Häufig besitzt sie außerdem eine Bügelfalte. Zigarettenhosen waren bereits in den 50er Jahren sehr beliebt und haben seitdem einen festen Platz im Bereich der Damenmode inne. Gerade Frauen mit einer schlanken Silhouette schmeichelt die Zigarettenhose ungemein. -Quelle:https://www.hoseonline.de/modelexikon/z/zigarettenhosen

Nur in diesem Fall ist es tatsächlich wortwörtlich zu nehmen. Aber auch die Erweiterung der Leinwand um die dritte Dimension sowie die stark geometrischen Bilder eines anderen Künstlers fand ich sehr interessant. Letztere erinnern an die Perspektive, die man erhält wenn man in einem Gebäude mit Glasböden und Stahlträgern steht.

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Zigarettenhosen - Textilien, Pappe

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Unbetitelt - Tinte, Zeichenkarton

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Unbetitelt - Stoffstücke, Textilfarbe, Holzrahmen

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Unbetitelt - Acryl auf Leinwand

Weitere Projekte von diversen Künstlern

Leider hatte ich nicht die Möglichkeit zu filmen. Daher hier nur eine kurze Beschreibung zweier weiterer Projekte. Zum Ersten eine völlig und satanistisch verunstalte Party mit psychedelischer Musik, Stroboskop und Flaschen. Zwar hab ich denn Sinn nicht verstanden, lustig war es trotzdem. Zum Zweiten ein Videokünstler der über wie Stockvideos anmutende Aufnahmen eine durchlaufende Nachrichtenbanderole gelegt hatte, genau so wie beiN24. Nur liefen hier keine Börsenkurse durch sondern Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Todesarten. Eine wundervolle Installation mit ordentlich Galgenhumor. Vor allem die Darstellungder Todesarten durch Emojis.

Eigentlich hätte heute übrigens das Interview mit Astrid Henn erscheinen sollen. Leider mussten wir den Termin aber mehrfach verschieben, weil sie momentan bis zum Hals in Arbeit steckt. Ein gutes Zeichen als Selbstständiger. Daher erscheint heute stattdessen dieser Artikel. Der war aber gar nicht geplant, dementsprechend ist er leider etwas kurz und nicht komplett recherchiert.

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