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Eigentlich hatte ich mir für das Wochenende vorgenommen, meinem liebsten Hobby zu fröhnen: Parteiprogramme schreiben. Vielleicht ist sie bisher nur mir aufgefallen, aber es gibt eine eindeutige Marktlücke im deutschen Politzirkus. Dank Trump weiß ich jetzt, den Klimawandel zu leugnen schadet nicht dem politischen Image. Und das war doch ein geiler Sommer - oder etwa nicht? Ich glaube, was Deutschland fehlt, das ist eine Pro-Klimawandel-Partei! Gehen sollte das. Und an Wählern sollte es auch nicht mangeln. Schauen wir uns die beiden großen Wahl-Gewinner der Bayern-Wahl an, stellen wir fest: Wähler bekommt man mit radikalen Ansichten und dem Thema Umwelt. Warum nicht beides in einer Partei? Mathematisch könnte ich dann 27,7 % (Grüne: 17,5 % und AFD 10,2 %) aller Stimmen bekommen und wäre dann zweitstärkste Partei. Ich hatte den Bleistift schon angespitzt (in solch politisch wankelmütigen Zeiten meißel ich das mal lieber nicht direkt in Stein) und Blasenpflaster aufgeklebt. Und da hab ich dann leider unbedacht ins Abendblatt geschaut.

Wenn ein Salvator Mundi, für dessen Echtheit wirklich nicht verbürgt ist, eine halbe Milliarde wert sein soll . Wenn das Original wohl gar nicht so Original ist und wahrscheinlich viel mehr das Werk von fähigen Restauratoren und unfähigen Schülern als das des Genies. Wenn, obwohl sowieso alles Kunst ist heutzutage selbst die Dinge, die wirklich Kunst sein sollten, also im Sinne der Definition über den Geniegedanken und die Kunstfertigkeit, gar nicht so Kunst sind wie sie scheinen. Dann ist der Kunstbegriff in Gefahr. Und damit auch unsere Freiheit. (Anmerkung des Autors: Gegen Ende dieses Essays erfolgt ein Aufruf zum Konsum von illegalen Substanzen. Diesen bitte nicht als tatsächlichen Aufruf zum Konsum von illegalen Substanzen verstehen. Wie so Vieles ist auch das symbolisch.)