QITAN | Wovon sonst keiner 
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Ich gehe eher ungern zu Kulturveranstaltungen in den, als besser gestellt geltenden, Bezirken. Und noch weniger gerne zu welchen, wo die Eintritt nehmen. Der “Disco Flow-Markt”, ja ganz aufregend mit “W” statt “H”, hieß so, weil da irgendeine total angesagte DJane, um den geschlechtsspezifischen Begriff zu verwenden, aufgelegt hat. Wobei ja von Auflegen nicht die Rede sein kann, weil man ja nur einen USB-Stick reinsteckt. Und hoffentlich auch wieder sicher entfernt. Also hat die total angesagt DJane da halt Reingesteckt. Na auf jeden Fall war dieser Disco Flow Markt eine Kulturveranstaltung dieser Art und enttäuschend. Da waren nur “Influencer” von Instagram und so kleine Designkollektive, wo zwei Mitzwanzigerinnen mit Bob-Schnitt inspirierende Botschaften im Handmade-Look und Schwarz und Gold und Postkartenformat verkaufen. Vor der Tür haben die bärtigen Freunde der ganzen Influencerinnen und Designerinnen gevapet. Ehrlich, wenn vor der Tür Männer mit Bart und Chicago-Bulls Cap vapen, dann geh da nicht rein, da ist das immer scheiße. Aber das New Wall Festival war besser. Obwohl das am Neuen Wall war (man erkennt nun die Genialität der Namenswahl, Chapeau!) und 5€ Eintritt kostete (dafür hätte ich eine ganze Grußkarte in Schwarz-Gold bekommen können!). Aber vor der Tür hat keiner gevapet.

In der Rotunde der Hamburger Kunsthalle steht ein Haufen Statuen. Die warn wir mal besuchen gehen neulich. Nachdem sich mein Philosophiekurs ein ganzes halbes Jahr mit Ästhetik beschäftigt hatte waren wir nun endlich auf der Suche nach der Selben. Unter kompetenter Führung begannen wir unser Abenteuer Kunst in besagter Rotunde. Die Augen offen haltend nach der einen Statue die uns zutiefst verstört und eben der anderen Statue die uns ein wenig anzieht.